Histamin-Intoleranz

Informationen für Betroffene und Angehörige

Histamin-Intoleranz behandeln

Konnte durch die unterschiedlichen Provokationsverfahren bestätigt werden, dass der Patient an einer Histamin-Intoleranz leidet, sollte er künftig auf histaminreiche Lebensmittel verzichten und z. B. die im Rahmen der Diagnosestellung durchgeführte Auslassdiät weiter einhalten.

Auf die richtige Ernährung achten

Die Betroffenen sollten über die für sie problematischen Lebensmittel aufgeklärt sein bzw. diese kennen. Es empfiehlt sich, zusammen mit dem Arzt oder einem versierten Ernährungsberater einen Ernährungsplan auszuarbeiten. Dadurch lässt sich sicherstellen, dass die Ernährung auch bei einem Verzicht auf bestimmte Lebensmittel gesund und ausgewogen bleibt.

Ein solcher Ernährungsplan kann z. B. den Verzicht auf Fischsorten wie Hering, Sardelle und Thunfisch vorsehen. Auch kann er den Konsum von bestimmten Alkoholika und Spirituosen einschränken – insbesondere Kabinettweine weisen einen hohen Anteil biogener Amine auf. Des Weiteren sollten die Betroffenen statt auf Hart- auf Weich- und Butterkäsesorten zurückgreifen. Für Käse gilt, dass lange gereifte Sorten ein höheres Maß biogener Amine aufweisen. Diese finden sich insbesondere im Bereich der Käserinde. Bei Wurstwaren sollten Kochprodukte (z. B. Fleischwurst) den Rohprodukten (z. B. Salami) vorgezogen werden. Weitere Lebensmittel, die einen hohen Gehalt biogener Amine aufweisen und daher gemieden werden sollten, sind u. a. Spinat, Tomaten und Bananen. Grundsätzlich sollten die Sorte, der Reifegrad sowie die Frische eines Nahrungsmittels beachtet werden, da dies Faktoren sind, die einen Einfluss auf den Histamingehalt haben können. I. d. R. gilt der Grundsatz: Je länger ein Nahrungsmittel gereift ist, desto höher ist sein Histamingehalt.

Die medikamentöse Therapie

Im Falle einer akuten Histamin-Intoleranz können Patienten auch auf sog. Antihistaminika zurückgreifen. Diese Arzneistoffe können die bei einer Histaminose auftretenden Symptome regulieren, indem sie u. a. die Wirkung des Entzündungsmediators Histamin durch Blockierung spezifischer „Andockstellen“ (Rezeptoren) unterdrücken. I. d. R. stellt sich eine Symptombesserung nach Einnahme eines Antihistaminikums nach ca. 15–30 Minuten ein.

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