Histamin-Intoleranz

Informationen für Betroffene und Angehörige

Histamin-Intoleranz erkennen

Trägt sich ein Mensch mit dem Verdacht, an einer Histamin-Intoleranz zu leiden, sollte er den Gang zum Arzt und/oder Allergologen nicht scheuen. Dieser kann den Verdacht ggf. bestätigen und mit dem Patienten Therapiestrategien entwickeln, die helfen können, eine Histamin-Belastung möglichst gering zu halten.

Histamin- und Laktoseintoleranztest

Dieser Test kann Ihnen erste Hinweise auf eine Histamin- oder Laktoseintoleranz bieten.

Die Erhebung der Krankheitsvorgeschichte

Die Diagnose der Histaminose fußt i. d. R. auf drei Säulen, deren erste die sog. Anamnese, die Erhebung der allgemeinen Krankheitsvorgeschichte, ist. Bereits durch das einfache Gespräch kann der Mediziner ggf. einen Zusammenhang von verzehrten Nahrungsmitteln und Symptomen herstellen. Da aber Beschwerden wie Durchfälle, Kopfschmerzen oder Herzrhythmusstörungen nicht zwangsläufig auf eine bestehende Histaminose hindeuten müssen, reicht eine einfache „Verdachtsdiagnose“ i. d. R. nicht aus. Zusätzlich zum Diagnosegespräch wird der Arzt daher einen gezielten Provokationstest vornehmen.

Das Provokationsverfahren

Um den Patienten nicht einer möglichen Gefahr – z. B. durch einen erhöhten Konsum von histaminhaltigen Lebensmitteln – auszusetzen, wird das Provokationsverfahren zur Bestimmung der Histaminose üblicherweise wie folgt durchgeführt: Der Patient hält über einen Zeitraum von ca. zwei Wochen Diät, bei der er auf Lebensmittel verzichtet, die reich an Histamin sind. Sowohl vor als auch nach dieser Auslassdiät wird ihm Blut abgenommen, wobei jeweils der Diaminoxidase- und der Histaminspiegel bestimmt wird. Leidet der Patient tatsächlich an einer Histaminose, sollten sich nach durchgeführter Diät seine Beschwerden nicht nur gebessert haben, sondern es sollte auch sein Histaminspiegel gesunken bzw. sein Diaminoxidasespiegel gestiegen sein.

Die placebokontrollierte Provokation

Damit die Diagnose Histamin-Intoleranz auch sicher ist, kann der Arzt im Bedarfsfall zusätzlich eine placebokontrollierte Doppelblindstudie durchführen. Hierbei konsumiert der Patient an unterschiedlichen Tagen sowohl histaminarme (Placebo) als auch -reiche Lebensmittel, wobei weder ihm noch dem Arzt bekannt ist, wann was der Fall ist. U. U. können mit dieser Methode potenzielle Auslöser wie etwa die Angst, auf den Konsum histaminreicher Nahrung zu reagieren, erkannt werden.

msf

neurodermitisaktuell.de bookmarken

Weitere Artikel im Bereich Diagnose:

Histamin-Intoleranz erkennen

Der Startartikel in diesem Bereich gibt Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Symptome und diagnostischen Verfahren, die bei Histamin-Intoleranz angewendet werden.

Histamin-Intoleranz-News von Curado.de

  • Gute Verdauung bei Babys auch für Allergieschutz wichtig
    Säuglingsnahrung sollte möglichst leicht verdaulich sein und Magen und Darm nicht belasten. Das ist für Babys Wohlbefinden wichtig, leistet aber auch einen Beitrag zur Allergieprävention. Denn wenn mit der Verdauung alles klappt, kann sich das darmeigene Immunsystem besser entwickeln und einen natürlichen Schutz vor Allergien aufbauen. So berichtet die Deutschen Haut- und Allergiehilfe e. V.
  • Tierhaltung trotz Allergie
    Wer Tierhaarallergiker ist, muss nicht zwingend auf sein Haustier verzichten. Mit ein paar Grundregeln lässt sich das Zusammenleben organisieren. Die fälschlicherweise als Tierhaarallergie bezeichnete Reaktion des Körpers ist eigentlich keine Überempfindlichkeit gegenüber den Tierhaaren.
  • Wenn Insekten/Spinnentiere stechen bzw. beißen
    Zu den Insekten bzw. Spinnentieren, von denen Menschen besonders häufig gestochen bzw. gebissen werden, zählen Bienen, Wespen, Ameisen, Mücken, Bremsen, Flöhe, Spinnen und Zecken. An der Biss- bzw. Einstichstelle zeigen sich häufig juckende, teils schmerzhafte und gerötete Schwellungen. Meist gehen die Beschwerden (ggf. nach Entfernen des Tieres) von selbst vorüber.