Informationen für Betroffene und Angehörige

Histaminintoleranz

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 
Histamin-Intoleranz
Was ist eine Histaminintoleranz?

Von einer Histaminintoleranz betroffen sind Menschen, bei denen im Körper ein Mangel an dem Enzym Diaminoxidase vorliegt. Das in Lebensmitteln enthaltene Histamin kann dann nicht mehr richtig abgebaut werden und bei den Betroffenen sammelt sich zu viel Histamin im Körper an. Es handelt sich also um eine Abbaustörung, die zu verschiedenen Beschwerden führen kann, z. B. Rötungen der Haut, Durchfall oder Kopfschmerzen. Darüber hinaus kann es durch die Histaminintoleranz zu pseudoallergischen Reaktionen wie z. B. Hautekzemen kommen. Frauen, vor allem mittleren Alters, sind in der Regel häufiger betroffen als Männer.

Im Glossar zum Thema Histaminintoleranz werden die wichtigsten Begriffe zu dieser Erkrankung kurz und verständlich erklärt. Das Enzym Diaminoxidase spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung einer Histaminintoleranz. In der Therapie können sogenannte Antihistaminika zum Einsatz kommen, vor allem sollte man aber auf den Verzehr von Lebensmitteln verzichten, die viel Histamin enthalten. Eine Histaminintoleranz kann zu Folgeerkrankungen wie z. B. Urtikaria oder Zöliakie führen. Daher ist es wichtig, dass Betroffene Symptome ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen.

Therapie Histamin-Intoleranz

Für die Therapie einer Histaminintoleranz ist es wichtig, seine Ernährung an die Erkrankung anzupassen. Betroffene sollten daher auf Lebensmittel mit einem hohen Histamingehalt verzichten. Gemeinsam mit dem Arzt kann ein geeigneter Ernährungsplan aufgestellt werden, damit die Ernährung trotz Einschränkungen ausgewogen bleibt. Bestimmte Fisch-, Wurst- und Käsesorten sowie alkoholische Getränke gehören zu den Nahrungsmitteln, die reich an Histamin sind. Auch Reifegrad und Frische der Lebensmittel haben Einfluss auf den Histamingehalt. Eine medikamentöse Therapie mit sogenannten Antihistaminika ist bei einer akuten Histaminintoleranz möglich. Besserungen treten in der Regel 15-30 Minuten nach der Einnahme auf.

Das Ungleichgewicht zwischen dem Enzym Diaminoxidase und Histamin, das bei einer Histaminintoleranz vorherrscht, kann verschiedene Ursachen haben. Eine Möglichkeit, die zur Entstehung einer Histaminintoleranz führen kann, ist der übermäßige Verzehr von histaminhaltigen Lebensmitteln. Dazu gehören z. B. alkoholische Getränke sowie bestimmte Wurst- und Käsesorten. Darüber hinaus kann auch eine Hemmung von Diaminoxidase oder eine Infektion im Magen-Darm-Trakt als Auslöser infrage kommen. Im Falle einer Infektion, funktioniert der Abbau von Diaminoxidase in der Regel nach Abklingen der Infektion wieder normal. Auch der Einfluss bestimmter Arzneimittel kann bei der Entstehung einer Histaminintoleranz eine Rolle spielen.

Was ist Histaminintoleranz?

Histamin ist ein Entzündungsmediator, der bei allergischen Reaktionen aus den sog. Mastzellen (den „Allergiezellen“), die i. d. R. in allen Schleimhäuten des menschlichen Körpers vorkommen, ausgeschüttet wird. Die Beschwerden, die Histamin bei einer Allergie verursachen kann, können sehr vielfältig sein. Hierzu zählen u. a. Quaddelbildung, Hautrötungen und Juckreiz, Magenkrämpfe und Durchfallerscheinungen, Asthmaanfälle, Unwohlsein und Erbrechen sowie Kopfschmerzen und migräneartige Anfälle.

Die Rolle der Diaminoxidase

Von einer sog. Histamin-Intoleranz oder auch Histaminose spricht man, wenn Histamin, das auch über den Verzehr von Lebensmittel aufgenommen werden kann, aufgrund eines Mangels am Enzym Diaminoxidase (DAO) nicht oder nur unzureichend abgebaut werden kann: Leidet ein Mensch an einer Histamin-Intoleranz, so ist diese i. d. R. auf ein Ungleichgewicht zwischen Histamin und dem Enzym DAO zurückzuführen. Histaminose gilt als eine nicht-immunologische Nahrungsmittelunverträglichkeit, die erworben wird, also nicht von Geburt an besteht. Viele Allergologen gehen davon aus, dass die Histaminose mit anderen Unverträglichkeitserscheinungen und übersteigerten Abwehrreaktionen des Immunsystems einhergeht.

Wer ist betroffen?

Seit den 1980er-Jahren ist die Histaminose in das Blickfeld der medizinischen Forschung gerückt. Zu dieser Zeit wurde die Rolle der sog. biogenen Amine (organische Ammoniak-Abkömmlinge) erforscht, zu denen auch Histamin sowie Serotonin und in Lebensmitteln vorkommende natürliche Aromastoffe zählen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass rund 1 % der Europäer an Histaminose leidet, wobei mit ca. 80 % davon überwiegend Frauen mittleren Alters betroffen sind. Bei den Betroffenen kann es infolge der Histamin-Intoleranz u. a. zu pseudoallergischen Reaktionen wie Urtikaria (Nesselsucht), Hautekzemen und -rötungen, Schwindel und Migräneanfällen, Blähungen und Durchfällen, Herzrhythmusstörungen und Tachykardie (Herzrasen), Blasen- und Harnröhrenentzündungen kommen.

Markus Felsmann

24. November 2016
Wird eine Hausstaubmilbenallergie nicht behandelt, können sich die Beschwerden mit der Zeit auch auf die Atemwege ausweiten. Man spricht in diesem Fall vom sogenannten Etagenwechsel.
  
15. November 2016
Auch bei Laktoseintoleranz oder Zöliakie ist es möglich, leckere Kekse und Kuchen für die Weihnachtszeit zu backen. Dafür müssen bestimmte Zutaten entsprechend ersetzt werden.
  
10. November 2016
Auch von Oktober bis Dezember können vereinzelt noch Pollen unterwegs sein. Vor allem wenn die Temperaturen noch mild sind, können vemehrt Pollen in der Luft sein.
  
25. Oktober 2016
Die wichtigste Maßnahme bei Kontaktallergien ist es, das Allergen zu meiden. Dies kann vor allem dann schwierig werden, wenn man im Beruf regelmäßig mit dem Allergen in Kontakt kommt.
  
20. Oktober 2016
Schimmelpilze können an vielen Orten auftreten, im Freien, auf Nahrungsmitteln oder in der Wohnung. Die Symptome ähneln häufig denen einer Pollenallergie. In der Wohnung ist vor allem regelmäßiges Lüften wichtig, um die Luftfeuchtigkeit zu senken.