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Histamin-Intoleranz
Was ist eine Histamin-Intoleranz?

Von einer Histamin-Intoleranz betroffen sind Menschen, bei denen im Körper ein Mangel an dem Enzym Diaminoxidase vorliegt. Das in Lebensmitteln enthaltene Histamin kann dann nicht mehr richtig abgebaut werden und bei den Betroffenen sammelt sich zu viel Histamin im Körper an. Es handelt sich also um eine Abbaustörung, die zu verschiedenen Beschwerden führen kann, z. B. Rötungen der Haut, Durchfall oder Kopfschmerzen. Darüber hinaus kann es durch die Histamin-Intoleranz zu pseudoallergischen Reaktionen wie z. B. Hautekzemen kommen. Frauen, vor allem mittleren Alters, sind in der Regel häufiger betroffen als Männer.

Diagnose Histamin-Intoleranz

Bei einem ausführlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient, werden Krankheitsvorgeschichte und Symptome des Patienten besprochen. Da die Symptome einer Histamin-Intoleranz in der Regel unspezifisch sind, müssen meist weitere Untersuchungen folgen, um eine sichere Diagnose stellen zu können. Eine Möglichkeit ist der Provokationstest, bei dem die Patienten für ca. zwei Wochen auf histaminhaltige Lebensmittel verzichten. Anhand eines Bluttests vor und nach diesem Zeitraum kann der Arzt nachvollziehen, ob sich Diaminoxidase- und Histaminspiegel verbessert haben. Zur Absicherung der Diagnose kann der Arzt im Anschluss eine placebokontrollierte Provokation bei dem Patienten durchführen.

Im Glossar zum Thema Histamin-Intoleranz werden die wichtigsten Begriffe zu dieser Erkrankung kurz und verständlich erklärt. Das Enzym Diaminoxidase spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung einer Histamin-Intoleranz. In der Therapie können sogenannte Antihistaminika zum Einsatz kommen, vor allem sollte man aber auf den Verzehr von Lebensmitteln verzichten, die viel Histamin enthalten. Eine Histamin-Intoleranz kann zu Folgeerkrankungen wie z. B. Urtikaria oder Zöliakie führen. Daher ist es wichtig, dass Betroffene Symptome ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen.

Therapie Histamin-Intoleranz

Für die Therapie einer Histamin-Intoleranz ist es wichtig, seine Ernährung an die Erkrankung anzupassen. Betroffene sollten daher auf Lebensmittel mit einem hohen Histamingehalt verzichten. Gemeinsam mit dem Arzt kann ein geeigneter Ernährungsplan aufgestellt werden, damit die Ernährung trotz Einschränkungen ausgewogen bleibt. Bestimmte Fisch-, Wurst- und Käsesorten sowie alkoholische Getränke gehören zu den Nahrungsmitteln, die reich an Histamin sind. Auch Reifegrad und Frische der Lebensmittel haben Einfluss auf den Histamingehalt. Eine medikamentöse Therapie mit sogenannten Antihistaminika ist bei einer akuten Histamin-Intoleranz möglich. Besserungen treten in der Regel 15-30 Minuten nach der Einnahme auf.

Was ist Histamin-Intoleranz?

Histamin ist ein Entzündungsmediator, der bei allergischen Reaktionen aus den sog. Mastzellen (den „Allergiezellen“), die i. d. R. in allen Schleimhäuten des menschlichen Körpers vorkommen, ausgeschüttet wird. Die Beschwerden, die Histamin bei einer Allergie verursachen kann, können sehr vielfältig sein. Hierzu zählen u. a. Quaddelbildung, Hautrötungen und Juckreiz, Magenkrämpfe und Durchfallerscheinungen, Asthmaanfälle, Unwohlsein und Erbrechen sowie Kopfschmerzen und migräneartige Anfälle.

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Die Rolle der Diaminoxidase

Von einer sog. Histamin-Intoleranz oder auch Histaminose spricht man, wenn Histamin, das auch über den Verzehr von Lebensmittel aufgenommen werden kann, aufgrund eines Mangels am Enzym Diaminoxidase (DAO) nicht oder nur unzureichend abgebaut werden kann: Leidet ein Mensch an einer Histamin-Intoleranz, so ist diese i. d. R. auf ein Ungleichgewicht zwischen Histamin und dem Enzym DAO zurückzuführen. Histaminose gilt als eine nicht-immunologische Nahrungsmittelunverträglichkeit, die erworben wird, also nicht von Geburt an besteht. Viele Allergologen gehen davon aus, dass die Histaminose mit anderen Unverträglichkeitserscheinungen und übersteigerten Abwehrreaktionen des Immunsystems einhergeht.

Wer ist betroffen?

Seit den 1980er-Jahren ist die Histaminose in das Blickfeld der medizinischen Forschung gerückt. Zu dieser Zeit wurde die Rolle der sog. biogenen Amine (organische Ammoniak-Abkömmlinge) erforscht, zu denen auch Histamin sowie Serotonin und in Lebensmitteln vorkommende natürliche Aromastoffe zählen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass rund 1 % der Europäer an Histaminose leidet, wobei mit ca. 80 % davon überwiegend Frauen mittleren Alters betroffen sind. Bei den Betroffenen kann es infolge der Histamin-Intoleranz u. a. zu pseudoallergischen Reaktionen wie Urtikaria (Nesselsucht), Hautekzemen und – rötungen, Schwindel und Migräneanfällen, Blähungen und Durchfällen, Herzrhythmusstörungen und Tachykardie (Herzrasen), Blasen- und Harnröhrenentzündungen kommen.

Markus Felsmann

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